Autobahnmaut in Italien und ihre Tücken
Veröffentlicht: 21.03.2011 in der Kategorie: Italien Verkehr
In vielen Ländern Europas wird für die Nutzung von Autobahnen oder ähnlichen Schnellstraßen eine Maut erhoben. Die Vignette in der Schweiz oder das sogenannte "Pickerl" in Österreich sind nur zwei bekannte Beispiele für eine Maut. Andere Länder wie Frankreich oder Italien kommen ohne Vignette aus und kassieren die Maut für die Autobahn an Zahlstellen in Abhängigkeit zur befahrenen Strecke. Dass diese Technik aber auch ihre Tücken hat, beweisen einige aktuelle Fälle aus Italien.
Die Automobilclubs in Deutschland und Österreich registrierten in den vergangenen Wochen verstärkt Beschwerden von Autofahrern, die Post vom Inkassobüros bekommen haben, weil sie beim Italien Urlaub angeblich die Maut für die Autobahn nicht bezahlt haben sollen. Wie sich bei einer näheren Untersuchung der geschilderten Vorfälle herausstellte, wurde die Maut in Italien zwar tatsächlich nicht ordnungsgemäß entrichtet, meistens jedoch geschah dies unbeabsichtigt.
Bei der Anreise nach Italien per Pkw oder Bus wird die Maut auf den Autobahnen vollständig automatisiert erhoben. Hierbei wird die Maut per EC- oder Kreditkarte bezahlt, worauf sich eine Schranke öffnet und die Weiterfahrt ermöglicht. In den beschriebenen Fällen lag offensichtlich ein technischer Fehler an den Automaten vor, so dass die Maut nicht abgebucht wurde, die Schranken sich aber dennoch öffneten. Ob die Maut auf den Autobahnen in Italien abgebucht wurde, können Autofahrer daran erkennen, ob sie eine Quittung erhalten. Diese wird vom Automaten nur dann ausgehändigt, wenn die Quittung ausdrücklich angefordert wird. In allen anderen Fällen muss damit gerechnet werden, dass die Abbuchung fehlgeschlagen und somit keine Maut bezahlt worden ist.

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