Italien erhöht Verbraucherschutz bei Lebensmitteln
Veröffentlicht: 19.01.2011 in der Kategorie: Italien Gesetze
Spätestens seit dem Dioxin-Skandal um verseuchtes Lebensmittel ist es den meisten Verbrauchern in Deutschland nicht mehr völlig egal, woher ihr Essen stammt und was zu Hause oder im Restaurant auf den Tisch kommt. Ähnlich geht es Touristen und Einheimischen auch in Italien, wo nun ein neues Gesetz für mehr Sicherheit beim Umgang und Verzehr von Lebensmitteln sorgen soll. Unter großem Beifall von Verbraucherschützern und Bauernverbänden wurde in Italien am gestrigen Dienstag ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.
Mit großer Mehrheit des Parlamentes in Rom passierte ein Gesetz die letzte wichtige Hürde, wonach in Italien auf Verpackungen von Lebensmitteln künftig das Herkunftsland des betreffenden Produkts deutlich sichtbar aufgedruckt sein muss. Landwirtschaftsminister Giancarlo Galan verwies bei einer Pressekonferenz in Rom auf den aktuellen Dioxin-Skandal in Deutschland und unterstrich damit das gesteigerte Interesse der Verbraucher an "sauberen" Lebensmitteln.
Italien nehme mit dem neuen Gesetz eine Vorreiterrolle für ganz Europa ein und er hoffe, dass viele Länder diesem Beispiel folgen werden, ließ Galan die Journalisten noch wissen. Touristen können sich in Restaurants in Italien jederzeit danach erkundigen, woher die in der Küche verwendeten Zutaten stammen bzw. ob, und ja welche, Zusatzstoffe in den Speisen enthalten sind. Das neue Gesetz sorgt auch bei Italien Jugendreisen für etwas mehr Sicherheit, wenn es um die Ernährung während des Urlaubs geht.

Kommentare
Keine Kommentare vorhanden