Keine Plastiktüten mehr in Italien
Veröffentlicht: 13.01.2011 in der Kategorie: Italien Gesetze
Jugendreisen in Italien werden gerne auch zum Shoppen in einigen der schönsten Städte in Europa genutzt, z.B. Rom oder Mailand. Ob Elektronik, Mode oder einfach nur Lebensmittel - beim Shoppen in Italien wurden die Errungenschaften der Kunden so häufig wie kaum irgendwo anders auf der Welt in Plastiktüten verpackt. Doch damit soll in Italien ab sofort Schluss sein, zumindest wenn es nach der Regierung um Ministerpräsident Silvio Berlusconi geht. Seit dem 1. Januar 2011 sind Plastiktüten beim Shoppen in Italien offiziell verboten.
Fairerweise sollte man allerdings betonen, dass das entsprechende Gesetz zum Verbot von Plastiktüten zwischen Gardasee und Sizilien der vor vier Jahren noch amtierenden Regierung und deren Ministerpräsident Romano Prodi zu verdanken ist. Der damals gefasste Beschluss wurde aber erst jetzt in die Tat umgesetzt, auch weil sich die Kunststoffindustrie lange Zeit erfolgreich gegen das Verbot von Plastiktüten beim Shoppen in Italien wehren konnte. Nun gab die Regierung in Rom aber offenbar doch den ökologischen Interessen den Vorzug gegenüber den wirtschaftlichen.
Bisher wurden in Italien schätzungsweise bis zu 20 Milliarden Plastiktüten pro Jahr produziert, wovon die meisten nach kurzer Zeit postwendend auf dem Müll landeten. Bei einem Zerfallsprozess von mehreren Jahrhunderten alles andere als ein Pappenstiel. Ab sofort dürfen die Kaufhäuser und der Einzelhandel in Italien deshalb nur noch Verpackungen aus ökologisch abbaubarem Material aushändigen. Als einzigen Nachteil des neuen Gesetzes könnte man, wenn man denn unbedingt wollte, höchstens den Kostenfaktor ins Feld führen, da Plastiktüten günstiger herzustellen sind.

Kommentare
Keine Kommentare vorhanden