Italien mit härterer Gangart gegen Verkehrs-Rowdys

12.10.2010 in der Kategorie: Italien Gesetze

Italien ist bisher nicht unbedingt als das Land der gesitteten Autofahrer bekannt. Vielmehr herrschen auf Italiens Straßen, gemessen an deutschen Verhältnissen, nicht selten einigermaßen chaotische Zustände. In besonders deutlicher Form kommt dieser Umstand zum Tragen, je weiter man in Italien nach Süden kommt - so zumindest die landläufige und wohl auch nicht ganz falsche Einschätzung. Doch damit soll in Italien künftig endgültig Schluss sein, wie das Verkehrsministerium in Rom durch eine drastische Anhebung der Bußgelder deutlich macht. Der ADAC weist darauf hin, dass diese Bußgelder in Italien selbstverständlich nicht nur in für einheimische Verkehrsteilnehmer gelten, sondern auch für deutsche und alle anderen ausländischen Autofahrer. So werden Raser in Italien künftig mit bis zu 3.200 Euro Bußgeld zur Kasse gebeten, nämlich dann, wenn das vorgeschriebene Tempo-Limit um mehr als 60 km/h überschritten wird. Nur unwesentlich glimpflicher kommen Verkehrssünder in Italien weg, die um 40 km/h zu schnell unterwegs sind. Besonders drastische Sanktionen hält der neue Strafenkatalog in Italien hingegen für alkoholisierte Verkehrsteilnehmer bereit. Ähnlich wie in Deutschland liegt die Promillegrenze auch in Italien bei 0,5 Promille. Wer zu tief ins Glas geschaut hat und sich anschließend dennoch hinters Steuer setzt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 2.000 Euro rechnen. Autofahrer mit über 1,5 Promille werden vollständig aus dem Verkehr gezogen, indem das Auto nicht nur beschlagnahmt, sondern enteignet wird.

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