Adria bleibt offensichtlich von der Ölpest verschont
Veröffentlicht: 02.03.2010 in der Kategorie: Italien Natur & Umwelt
Am Dienstag vergangener Woche kam es in einer Öl-Raffinerie bei Monza zu einem in Italien beispiellosen Sabotageakt, der dazu führte, dass weit über eine Million Liter Heizöl und Diesel ungehindert in den Fluss Lambro laufen konnten. Wenige Kilometer nach Mailand mündet der Lambro in den Po, den längsten Fluss Italiens, der sich südwestlich von Venedig in einem weitläufigen Delta in die Adria erstreckt. Eine Woche nach der mutwillig herbeigeführten Katastrophe scheinen die größten Gefahren durch die Ölpest gebannt, ein Übergreifen des Ölteppichs auf das Po-Delta und die Adria konnte offensichtlich verhindert werden.
Guido Bertolaso, der Chef des nationalen Zivilschutzes in Italien, sprach von nur noch "sporadischen Ölflecken", die auf dem Po in Richtung Delta und Adria unterwegs seien, die allerdings keine Gefahr für die Umwelt darstellten. Damit scheint sich der unermüdliche Einsatz von Feuerwehr und freiwilligen Helfern gelohnt zu haben, die in Italien in den vergangenen Tagen rund um die Uhr damit beschäftigt waren, den Ölteppich zu stoppen und abzusaugen.
Bertolaso verneint ausdrücklich einen Notfall Po und Notfall Adria, auf den sich Italien nach Ansicht von Umweltorganisationen vorbereiten müsse. Die Staatsanwaltschaft in Italien hat unterdessen ihre Ermittlungen gegen den Manager der ehemaligen Raffinerie bei Monza aufgenommen, dem die Verletzung von Umweltrichtlinien vorgeworfen wird.

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