Sizilien kämpft um seine Palmen

15.02.2010 in der Kategorie: Italien Sizilien

Sizilien ist die südlichste Ferienregion in Italien und insbesondere im Sommer auch ein beliebtes Ziel für Jugendreisen ans Mittelmeer. Zum typischen Bild an den Stränden auf Sizilien gehören traditionell auch die Palmen, die auf der größten Insel im Mittelmeer beste Lebensbedingungen vorfinden und für eine paradiesische Kulisse beim Italien Urlaub sorgen. Doch nun scheint sich der Palmenbestand auf Sizilien einer ernsthaften Bedrohung gegenüber zu sehen, die von einem Insekt namens Palmrüssler ausgeht. Beim Palmrüssler, der ursprünglich im Pazifikraum im südöstlichen Asien beheimatet ist und in Italien erstmals vor fünf Jahren nachgewiesen wurde, handelt es sich um einen äußerst aggressiven Pflanzenschädlich, der auf Sizilien aktuellen Schätzungen zufolge bereits weit über 10.000 Palmen befallen haben soll. Einmal zum Opfer des Palmrüsslers geworden, droht den betroffenen Palmen unweigerlich die Fällung, eine Rettung des schattenspendenden Gewächses ist dann nicht mehr möglich. Rund um die Inselhauptstadt Palermo sehen sich die Experten auf Sizilien nach der starken Ausbreitung des Palmrüsslers in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Die ersten Stimmen warnen bereits davor, dass Sizilien in Zukunft völlig "palmenfrei" sein könnte, sollte es nicht Gelingen, die Plage nachhaltig einzudämmen. Ein einziger Palmrüssler sorgt für bis zu 400 Nachkommen, die Larven werden im Inneren der Palme abgelegt, wo sie den größten Schaden verursachen.

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