Pfahlbauten in den Alpen bald UNESCO Welterbe

26.01.2010 in der Kategorie: Italien Sehenswürdigkeiten

Italien und mehrere weitere Länder in den Alpen unterstützen einen Antrag der Schweiz, die historischen Pfahlbauten rund um die großen Bergseen der Alpen den Status eines UNESCO Welterbes zu verleihen. In Italien, Deutschland, Österreich, Slowenien, Frankreich und der Schweiz sind in den Alpen bisher rund 1.000 Fundstellen bekannt, an denen Pfahlbauten lokalisiert werden konnten. Die Bewerbung um das UNESCO Welterbe umfasst 156 dieser Pfahlbauten und trägt den Titel "Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen". Da sich in der Schweiz die meisten Pfahlbauten befinden, haben die Eidgenossen die Federführung der Bewerbung übernommen, werden dabei aber nach Kräften von Italien, Deutschland, Frankreich, Österreich und Slowenien unterstützt. In Italien ist Südtirol die Region mit den meisten bekannten Pfahlbauten, die in früheren Jahrhunderten bei der Errichtung von einfachen Siedlungen im Alpenraum typischerweise verwendet wurden. Wie die übrigen Alpen ist auch Südtirol reich an kleinen und mittelgroßen Bergseen, die vorzugsweise als Standort für die Pfahlbauten ausgewählt wurden. Die Schweiz reichte nun ein Dossier bei der zuständigen Kommission ein, dem eine Inventarliste mit allen Pfahlbauten in den Alpen beiliegt und das Aufschluss über den aktuellen Zustand und den Grad der Bedrohung geben soll. Mit einer Entscheidung über die Aufnahme in das UNESCO Welterbe wird erst im Jahr 2011 gerechnet, wobei die Bewerbung der Pfahlbauten in den Alpen als sehr aussichtsreich gilt. Mit der Ernennung zum UNESCO Welterbe würden die Pfahlbauten in Südtirol und den übrigen Alpen deutlich an touristischem Wert gewinnen. Einziger Nachteil der Pfahlbauten in den Alpen ist die Tatsache, dass sie sich Italzum größten Teil unter der Erde befinden und an der Oberfläche kaum wahrnehmbar sind, was für die meisten anderen Stätten des UNESCO Welterbes eher unüblich ist.

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