Hohe Geldbußen für Schmutzfinke in Trient

14.01.2010 in der Kategorie: Italien Gesetze

In Trient, der Hauptstadt der Region Trentino im Norden von Italien, kommen harte Zeiten auf Raucher zu, die ihre Kippen einfach auf der Straße entsorgen. Diese und weitere Verschmutzungen ähnlicher Art, z.B. das Ausspucken von Kaugummi auf der Straße, sollen in Trient ab sofort mit saftigen Bußgeldern sanktioniert werden. Verwaltung und Gemeinderat stimmten in Trient einem entsprechenden Gesetzesentwurf zu, der damit schon in naher Zukunft in kraft treten wird. Italien hat eines der strengsten Nichtrauchergesetze in ganz Europa und verweist nicht ohne Stolz darauf, den Kampf gegen das Rauchen in der Öffentlichkeit an vorderster Front aufgenommen zu haben. So feierte dieses Gesetz zum Schutz der Nichtraucher in Italien kürzlich schon seinen fünften Geburtstag, während sich andere Länder damit noch schwer tun. In Italien ist das Rauchen nicht nur in Restaurants, Kneipen und Bars verboten, sondern auch in Büros und fast allen anderen öffentlichen Plätzen. Auch in Trient und der gesamten Region Trentino wird das Nichtrauchergesetz sehr konsequent umgesetzt. Die Verschärfung wird in Trient mir dem empfindlichen Pflaster begründet, das in der Innenstadt verlegt worden und das besonders anfällig für Verschmutzungen durch Kippen und Kaugummis sei, wie die Sprecherin des Gemeinderats erklärte. Wer sich nicht in Trient nicht an die neuen Regeln hält, muss ab sofort mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 275 Euro rechnen. Dieser Betrag verdoppelt sich sogar noch, wenn dadurch Schwangere oder Kinder unter zwölf Jahren gefährdet werden. Besitzer von Restaurants, Bars und Kneipen, die in Trient das Rauchen in ihrem Lokal dulden, werden mit 2.200 Euro zur Kasse gebeten. Die Region Trentino bietet sich dank ihrer geographischen Lage zwischen Südtirol in den Alpen und Venetien an der Adria in besonderem Maße für ganzjährige Jugendreisen nach Italien an. Bis in die Alpen im Winter bzw. zur Adria im Sommer ist es von Trient aus nur ein Katzensprung. Eine solch günstige Konstellation kombiniert mit einer sehr schönen Stadt gibt es in Italien ansonsten nicht allzu oft.

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben