Tourismus auf Lampedusa befreit sich vom Flüchtlings-Problem

26.11.2009 in der Kategorie: Tourismus Italien

Lampedusa ist eine kleine, nur etwa 20 km² große Insel im Mittelmeer zwischen Tunesien und Italien bzw. Sizilien und eigentlich wie für den Tourismus geschaffen. Die Betreiber von Ferienresorts und Hotels auf Lampedusa hatten in der Vergangenheit jedoch mit einem Problem zu kämpfen, dass viele Touristen davon abhielt, ihren wohlverdienten Urlaub am Mittelmeer auf Lampedusa zu verbringen. Auf Lampedusa gab es bis zu Beginn des Jahres ein Flüchtlingslager, in dem Flüchtlinge aus Nordafrika, hauptsächlich Libyen, aufgenommen wurden. Zuletzt wurde die Zahl der Flüchtlinge auf Lampedusa mit rund 16.000 pro Jahr angegeben. Im Jahr 2009 waren es auf Lampedusa nur noch etwas über 1.000 Flüchtlinge, was in erster Linie auf ein Abkommen zwischen Italien und Libyen zurückzuführen ist, wonach sich Libyen dazu verpflichtet, Flüchtlinge künftig selbst an der Ausreise zu hindern und jene Personen, die es doch bis nach Italien schaffen wieder aufzunehmen. Das grundsätzliche Problem der Flüchtlinge aus Libyen wird damit zwar noch lange nicht gelöst, aber zumindest der Tourismus auf Lampedusa hat sich seit Inkrafttreten des Abkommens positiv entwickelt. Lampedusa wird im Sommer von mehreren Städten in Italien angeflogen, wo es Anschlüsse nach Deutschland gibt. Außerhalb der Hauptsaison gibt es tägliche Flugverbindungen zwischen Lampedusa und den beiden Städten Catania und Palermo. Darüber hinaus ist Lampedusa von Sizilien und dem italienischen Festland aus per Fähre erreichbar. Ausflugsboote pendeln außerdem zwischen Lampedusa und der Nachbarinsel Linosa.

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben