EU verbietet Steuer für Boote und Flugzeuge auf Sardinien
Veröffentlicht: 18.11.2009 in der Kategorie: Jugendreisen Sardinien
Sardinien ist eine der beliebtesten Ferienregionen in Italien und wird auch im Rahmen von Jugendreisen ans Mittelmeer immer wieder gerne gebucht. Mit einer Steuer für Boote und Flugzeuge, die auf der Insel landen wollen, sorgte Sardinien in Italien und darüber hinaus zuletzt für Aufsehen. Das Gesetz galt nämlich nur für die Eigentümer von Flugzeugen und Booten, die ihren steuerlichen Wohnsitz nicht auf Sardinien haben. Im Klartext bedeutete dies, dass die Steuer von den Sarden nicht bezahlt werden musste, sehr wohl aber von den Besuchern aus allen anderen Regionen Italiens oder dem Ausland.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) gab nun einer Klage statt, die der Präsident des italienischen Ministerrats eingereicht hatte und bestätigte damit das nationale Verfassungsgericht Italiens, das die Steuer auf Sardinien ebenfalls schon gerügt hatte. Sardinien begründete die Steuer für landende Boote und Flugzeuge vor allem damit, dass die daraus erzielten Einnahmen in den Umweltschutz investiert würden. Der EuGH sah zwar ein, dass Flugzeuge und Boote in der Tat eine Belastung für die Umwelt darstellten, dies gelte aber auch für Boote und Flugzeuge von Privatpersonen oder Unternehmen aus Sardinien, so die EU-Richter.
Sardinien beherbergt eine Reihe von Nationalparks und Naturschutzgebieten und ist daher nicht nur im Sommer als Badedestination geeignet. Zwischen Oktober und April kommen ebenfalls viele Touristen nach Sardinien, um dort beispielsweise einen Rad-, Wander- oder Natururlaub am Mittelmeer zu verbringen. Besonders empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang der Nordosten Sardiniens mit der Costa Smeralda oder dem vorgelagerten Archipel La Maddalena. Beide Destinationen auf Sardinien stehen unter Naturschutz und gehören zu den landschaftlich reizvollsten Fleckchen Erde auf der Mittelmeer-Insel.

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