Archäologen stoßen in Rom auf Kaiser Neros Speisesaal

05.10.2009 in der Kategorie: Italien Sehenswürdigkeiten

Zu den am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten in der italienischen Hauptstadt Rom zählt der Kaiserliche Palast "Domus Aurea", zu deutsch das "Goldene Haus", der während der Regentschaft und im Auftrag von Nero erbaut wurde. Das besondere Interesse an dem Palast ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass die Sehenswürdigkeit im Herzen Roms erst seit knapp drei Jahren wieder für die Öffentlichkeit geöffnet ist und die Ausgrabungen und Untersuchungen der Archäologen dort unvermindert fortgesetzt werden. Die unermüdliche Tätigkeit der Archäologen hat in Rom in der vergangenen Woche einmal mehr zum Erfolg geführt. Im Palast wurde der legendäre Speisesaal freigelegt, in dem Nero hohe Persönlichkeiten aus der damaligen Welt empfing. Den Worten von Francoise Villedieu, der Chefin des Archäologen-Teams in Rom, zufolge ist der Speisesaal in Bezug auf seine Architektur einmalig, was die Bedeutung des Funds zusätzlich aufwertet. Die Stadt Rom bewilligte umgehend einen zusätzlichen Betrag in Höhe von 200.000 Euro, damit der Speisesaal im "Domus Aurea" in den kommenden Wochen vollständig freigelegt und für die Nachwelt konserviert werden kann. Nach einhelliger Meinung der Archäologen wurde der Palast zwischen 64 und 68 nach Christus erbaut und damit erst kurz vor dem Selbstmord Neros fertiggestellt. Nero ist einer der bekanntesten Kaiser aus dem Alten Rom und hat diesen Ruhm in erster Linie der von ihm betriebenen Christenverfolgung und dem von ihm beauftragten Großbrand in Rom zu verdanken.

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